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Was ist Osteopathie?
„Osteopathie“ (Osteon = der Knochen, Pathos = das Leiden) als Begriff, ist nicht als eine Knochenkrankheit zu verstehen. Es wird vielmehr auf die Ursache und den Einfluss einer Krankheit und die manuelle Behandlung verwiesen. Die Osteopathie ersetzt zwar nicht die schulmedizinischen Behandlungsmethoden, sie darf aber trotzdem als eine komplementärmedizinische Heilmethode bezeichnet werden, weshalb die Bezeichnung „Osteotherapie“ treffender ist.
Osteopathie ist die Erforschung bzw. Untersuchung und Behandlung von Bewegungsstörungen, die strukturell bedingt sind. Es wird nicht eine Krankheit behandelt. Mit der Osteopathie wird systematisch ein ganzheitlicher Zugang zum Lebewesen gesucht und mit der Osteotherapie werden die Selbstheilungskräfte eines Organismus aktiviert, unter Berücksichtigung der Physiologie, der Neurologie und der anatomischen artikulären Barrieren.
Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) begründet 1874 mit dem Begriff „Osteopathie“ eine neue Form von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die über die Wiederherstellung der Mobilität (Mobilisation von Gelenken) von versteiften Bereichen der Wirbelsäule und ihrer Gewebe mittels Druck und Zug zur „Heilung“ der Patienten führte.
Aufgrund der vielen Erfolge gründete Still 1892 die erste Schule für Osteopathie und 1896 wird die Osteopathie vom Staat Vermont anerkannt, andere Staaten folgten.
1913 Dr. Mann und Dr. Moutin führten Osteopathie in Frankreich ein und publizierten eine osteopathisches Handbuch.
John Martin Littlejohn (1865 – 1947), Schüler von A.T. Still gründete nach dessen Tod in London 1917 die „British School of Osteopathy“.
1939 entwickelt W.G. Sutherland (1872 – 1950) die craniale Osteopathie und weist die Bewegung der Schädelknochen nach
1951 Harold Magoun erstellt eine Synthese der cranialen Osteopathie
1964 Viola Fryman, Denis Brookers, Tom Schooley – US-amerikanische Osteopathen – Schüler von Still, lehren das craniale Konzept in Frankreich
1983 J.P. Barral entwickelt das Konzept der viszeralen Manipulationen
1993 GB. Australien, Neuseeland erkennen die Osteopathie an
2000 Belgien anerkennt die Osteopathie
2002 Frankreich anerkennt die Osteopathie
Osteopathie - Chiropraktik
1910 wurden von einem amerikanischen Mediziner, Dr. Jim Atkinson, die ersten Regeln der Chiropraktik entwickelt (Buch: „Die Wissenschaft, Kunst und Philosophie der Chiropraktik“). David Palmer (Schüler von Still und Atkinson) lehrte dann Chiropraktik an einer staatlichen Schule in Iowa. Hier trennten sich die Wege von Osteopathie und Chiropraktik, da letztere ausschliesslich die Wirbelsäule behandelte und sie sich auf eine ursprüngliche Konzeption des menschlichen Mechanismus zurückführen lässt.
Chiropraktik – Etiopathie
1963 erkannte Christian Trédaniel nach einem Aufeinhalt in den USA, dass die auf die Wirbelsäule beschränkte Behandlung und Lehre der Chiropraktik praktisch unvollständiege Erfolge erzielte und gründete in Europa das „ Collège Européen d’Etiopathie“ und ein Zentrum in Genf.
Kraniosakrale Osteopathie
Die Osteopathie, die Chiropraktik und die Etiopathie haben die gleichen Ziele: das Wiedererlangen des Gleichgewichts des Organismus auf heilende und vorbeugende Weise durch Manipulationen.
"Der Osteopath ist der Ingenieur des Menschlichen Körpers – der Etiopath ist der Mechaniker des menschlichen Körpers"

Krankengymnastik ist die therapeutische Anwendung gymnastizierender Bewegungen und verschiedener Massageformen zu Therapie- und Reduktionszwecken.
Physiotherapie wendet die natürlichen Elemente Luft, Wasser, Licht, Elektrizität, Schlamm, etc. an, um Schmerzen zu lindern und Beschwerden zu mindern.
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